Selbstbewusst und klug oder zu hässlich zum Heiraten?
Vortrag mit Rainer Teuber zu tradierten (Männer-)Bildern und Narrativen zu Geschlechterrollen am Beispiel des Essener Frauenstifts am 6. März
Wie entstehen Bilder von Frauen in Geschichte und Kirche – und warum halten sich bestimmte Zuschreibungen bis heute so hartnäckig? Unter dem provokanten Titel „Selbstbewusst und klug oder zu hässlich zum Heiraten?“ lädt der Domschatz Essen am 6. März zu einem informierenden wie anregenden Vortrag ein.
Ausgehend von der Geschichte des Essener Frauenstifts beleuchtet Rainer Teuber, Leiter der Museumspädagogik beim Domschatz Essen, schlaglichtartig zentrale Themen wie Gleichberechtigung, die Sicht- und Unsichtbarkeit von Frauen in Gesellschaft und Kirche sowie männergeprägte Rollenzuweisungen und Narrative. Warum kennen wir häufig nur eine Seite der Medaille – oder anders gesagt: Warum wissen wir oft nur die Hälfte?
Anhand dreier Bildnisse von Äbtissinnen des Essener Frauenstifts wird exemplarisch deutlich, wie sich männlich geprägte Sichtweisen in tradierten Erzählmustern nachhaltig verfestigt haben. Dabei nimmt Teuber sowohl innerkirchliche als auch gesamtgesellschaftliche Wirkmechanismen in den Blick und eröffnet neue Perspektiven auf historische Deutungen und ihre Wirkung bis in die Gegenwart.
Die Veranstaltung verbindet historische Einordnung mit kritischer Analyse und lädt dazu ein, vertraute Narrative zu hinterfragen.
Die Teilnahmegebühr für den Vortrag beträgt 12,- € inkl. Eintritt. Eine vorherige Anmeldung ist bis zum 3. März erforderlich und kann per E-Mail an domschatz@bistum-essen.de oder telefonisch unter 0201 / 2204206 erfolgen.