Essener Krone

Die kleine Krone ist die älteste erhaltene Lilienkrone Europas, sie wird seit fast einem Jahrtausend in der Essener Schatzkammer aufbewahrt. Sie wurde bis ins 16. Jahrhundert bei der Krönung der Goldenen Madonna am Fest Mariä Lichtmess am 2. Februar eingesetzt.

Der Goldreif mit vier aufgesetzten Lilien (‚Lilienkrone‘) ist mit Filigranmustern aus gekoppelten Golddrähten sowie mit zahlreichen Perlen und Edelsteinen in aufwändigen Fassungen verziert. Die Steine waren in einem regelmäßigen Farb- und Größenschema angeordnet, das sich trotz einiger Veränderungen noch nachvollziehen lässt. Besonders kostbar sind der Saphir in einer dreieckigen Goldfassung an der Vorderseite der Krone und der rote Steinschnitt in einem Almandin (Schmuckstein) aus spätrömischer Zeit. Die Krone weist mehrere Schäden und Reparaturen auf, möglicherweise ist sie bei Prozessionen mit der Goldenen Madonna mehrfach zu Boden gefallen.
 
Mehrere Jahrzehnte lang wurde fälschlicherweise die These vertreten, bei der Krone handele es sich um die ‚Kinderkrone‘ Ottos III., mit der der Dreijährige im Jahr 983 in Aachen zum (Mit-)König gekrönt worden sei. Doch gegen eine Datierung um 980 sprechen verschiedene Formelemente, mit Hilfe derer die Herstellung in der 2. Hälfte des 11. Jahrhunderts zu datieren ist – und damit 70 und mehr Jahre nach der Krönung des kleinen Otto.

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