Der Essener Domschatz

Der Domschatz von Essen ist ein Museum.

Dort sind viele sehr alte Kunstwerke.

 

So sind die Kunstwerke zusammen-gekommen:

Vor fast 1.200 Jahren gründete Bischof Altfrid
in Essen ein Frauen-Stift.

Ein Frauen-Stift ist so etwas Ähnliches
wie ein Kloster.

Hier lebten viele Frauen zusammen.

Aber die Frauen aus dem Stift durften heiraten.

Sie kamen aus berühmten Familien.

Und sie hatten oft viel Geld.

Die Frauen beteten mehrmals am Tag gemeinsam
in ihrer Kirche.

Sie beteten auch für verstorbene Frauen
aus dem Stift.

Um das Stift herum wohnten Menschen:
Handwerker, Händler und Bauern.

So entstand ein Dorf.

Vor 800 Jahren wurde die Stadt Essen daraus.

Die Menschen bauten eine Stadt-Mauer.

Dem Stift gehörten viele Bauern-Höfe.

Die Bauern mussten dem Stift Abgaben zahlen.

Abgaben sind so ähnlich wie Steuern.

Zum Beispiel:

Sie mussten jedes Jahr Getreide und Tiere liefern.

Vor ungefähr 1.000 Jahren lebten Töchter und Enkelinnen
vom Kaiser im Stift.

Diese Frauen hatten sehr viel Geld.

Sie haben viele wertvolle Sachen
für den Gottes-Dienst machen lassen.

Zum Beispiel: 4 große goldene Kreuze.

Oder die Goldene Madonna.

Madonna ist ein anderes Wort für die Mutter
von Jesus.

Sie können die Goldene Madonna im Dom sehen.

Sie ist ein sehr wichtiges und altes Kunstwerk.

Im Domschatz ist auch
eine wunder-schöne kleine Krone.

Diese Krone trug die Madonna an manchen Festen.

Im Dom steht ein großer Leuchter mit 7 Armen.

Das ist ein ganz besonderes Kunstwerk.

Im Domschatz sehen Sie auch das Essener Schwert.

Es hat eine goldene Scheide.

Im Domschatz sind sehr viele Kunstwerke
von vor tausend Jahren.

Das ist die größte Sammlung
von so alten Kunstwerken auf der ganzen Welt.

 

Seit über 850 Jahren waren diese Kunstwerke
in einer Schatz-Kammer.

Die Kammer war in einem Anbau an der Kirche.

Früher war die Schatz-Kammer aber kein Museum.

Hier haben die Frauen die Geräte
für den Gottes-Dienst aufbewahrt.

Die Leiterinnen vom Stift hießen: Äb-tis-sin.

Das waren sehr gebildete Frauen.

Alle Frauen im Stift konnten lesen und schreiben.

 

Dieses Frauen-Stift war damals sehr berühmt.

 

Vor ungefähr 800 Jahren durfte die Äbtissin
Gericht halten und Recht sprechen.

Das Stift durfte eigene Münzen prägen lassen.

 

Vor 400 Jahren begann der 30-jährige Krieg.

Die Frauen mussten die Kunstwerke schützen.

Deshalb brachten Sie die Kunstwerke zuerst
nach Düsseldorf, dann nach Köln.

Vor über 200 Jahren,
kamen die Kunstwerke zurück nach Essen.

In den Stadt-Teil Steele.

Das war im Jahr 1794.

Seit dem Jahr 1802 gibt es das Stift nicht mehr.

Die Häuser vom Stift wurden abgerissen.

Es blieben nur 2 Kirchen stehen:

Der Dom Sankt Cosmas und Damian und
die Kirche Sankt Johann.

Der Kreuzgang neben der Kirche ist auch geblieben.

Etwas anderes ist noch vom Frauen-Stift
übrig-geblieben:

Der große Schatz mit wertvollen Kunstwerken.

 

Von 1920 bis 1925 wurden viele Kunstwerke
in Hildesheim aufbewahrt.

 

Auch im Zeiten Weltkrieg wurde der Schatz
an anderen Orten aufbewahrt:

In Warburg, dann auf der Albrechts-Burg in Meißen,
in Siegen und in Marburg.

Nach dem Krieg wurden die Kunstwerke
in Brüssel und Amsterdam ausgestellt.

Seit dem Jahr 1950 sind die Kunstwerke wieder in Essen.

Die Menschen bauten dann
eine neue Schatz-Kammer.

Im Jahr 1959 war die Schatz-Kammer als Museum fertig.

 

Im Jahr 2009 ist die Schatz-Kammer
umgebaut worden.

Seitdem können Sie den Domschatz in Essen
barriere-frei erreichen.

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